Das Ende des Bankgeheimnisses?

Wenn du ein Konto eröffnen willst, musst du in der Regel einer Anfrage oder Meldung bei der Schutzgemeinschaft für Kreditsicherung, kurz Schufa zustimmen.

http://www.schufa.de

Die Schufa sammelt Daten über Girokonten, Kredite bei Banken, Versandhäusern, Telefongesellschaften usw. Hier werden außer deinem Namen, Geburtsdatum und Anschrift auch deine Schulden gesammelt. Das gilt für Kredite, Missbrauch von Karten oder Bürgschaften gleichermaßen wie für nicht bezahlte Rechnungen bei Versandhäusern.

Keine Geheimniskrämerei

Deine Miesen sind also kein Geheimnis und machen im schlimmsten Fall die Eröffnung eines Girokontos oder die Gewährung eines Kredites unmöglich! Wenn du deine Schulden beglichen hast, werden die Daten nach drei Jahren wieder gelöscht.

Die Schufa ist gegenüber einem Bankkunden zur Auskunft über die bei ihr gespeicherten Daten verpflichtet (§34 Bundesdatenschutzgesetz). Eine solche Selbstauskunft kannst du gegen Gebühr bei der Schufa schriftlich beantragen. Die Adresse kannst du bei deiner Bank erfragen oder du machst es über www.schufa.de/forms/formular-eigenauskunft.html.

Ansonsten ist eine Bank grundsätzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Neben der Schufa gibt es noch eine weitere Ausnahme. Auch für Empfänger von Arbeitslosenunterstützung und deren Partner ist das Bankgeheimnis quasi aufgehoben, d.h. das Arbeitsamt darf ohne eure Zustimmungen bei der Bank euren Kontostand nachfragen.