Überweisung

Mit einem Überweisungsformular kannst du Zahlungen an andere ausführen. Das geht auch von einer Bank zur anderen. Überweisungsvordrucke erhältst du direkt bei deiner Bank oder sie werden dir oft schon mit der Rechnung mitgeschickt.  

So füllst du eine Überweisung aus:

Zuerst einmal trägst du folgende Angabe zu der Person, die das Geld bekommen soll, ein:

1. Vor- und Nachname bzw. Name der Firma
2. Kontonummer
3. Kreditinstitut, d.h. die Bank, bei der die Person ihr Konto hat
4. Bankleitzahl, das ist die Abkürzungsnummer für das Kreditinstitut

Du trägst den Überweisungsbetrag ein und solltest/musst auch einen Verwendungszweck angeben, damit das Geld dann auch richtig zugeordnet werden kann. Dann kommt noch dein Name und die Kontonummer drauf und zum Schluss darfst du Datum und Unterschrift nicht vergessen.


Scheck (erst ab 18!)

Mit einem Scheck gibst du die Anweisung an deine Bank, zu deinen Lasten an jemanden anderes eine bestimmte Summe zu zahlen. Der Scheck ist so gut wie Bargeld.

Bei einem Barscheck bekommt der Zahlungsempfänger die vermerkte Summe entweder in bar oder bei der Bank auf das eigene Konto gutgeschrieben.

Bei einem Verrechnungsscheck kannst du die Summe dagegen nur auf dein Girokonto übertragen lassen. Willst du selber einen Verrechnungsscheck ausfüllen, musst du über das ausgefüllte Scheckformular „Nur zur Verrechnung" drüberschreiben. Ein Verrechnungsscheck bietet mehr Sicherheiten. Da du nachvollziehen kannst, auf wessen Konto die Summe gegangen ist.

Den Reisecheck gibt es schon unter 18

Schecks bekommst du erst ab 18 Jahren, da du damit unter Umständen ins Minus rutschen kannst. Die Bank kann einen Scheck nämlich auch einlösen, wenn dein Girokonto leer ist. Das macht sie dann mit deinem Dispo- oder Überziehungskredit.

Etwas anderes ist es mit dem Reisescheck: Reiseschecks laufen auf feste Beträge, etwa auf 50, 100 oder 200 Euro und du kaufst sie bei der Bank ein, wofür du eine Verkaufsprovision bezahlen musst. Ein Reisescheck ist unbegrenzt und in allen Ländern der Welt gültig und du kannst ihn wieder gegen Bares zurücktauschen. Bei Verlust oder Diebstahl wird er dir ersetzt (vorausgesetzt du kannst den Kauf durch die Kaufabrechnug nachweisen, die du deshalb immer getrennt von den Reiseschecks aufheben solltest!). Wie der Name schon sagt ist der Reisescheck etwas für den Urlaub, denn er ist viel sicherer als große Geldmengen im Brustbeutel.


Lastschrift/Einzugsermächtigung

Die Lastschrift ist so etwas ähnliches wie der Dauerauftrag. Allerdings gibst hier nicht du den Auftrag zu einer Überweisung, sondern du erlaubst jemanden anderen, regelmäßig oder einmalig bestimmte Beträge von deinem Konto abbuchen zu lassen. Das ist zum Beispiel bei der GEZ oder bei der Telefonrechnung so üblich. Du gibst der GEZ schriftlich bis auf Widerruf (d.h. bis du schriftlich die Erlaubnis kündigst) das Recht, die fälligen Rundfunk- und Fernsehgebühren von deinem Konto abzubuchen.

Reklamieren erlaubt!

Unberechtigte oder falsche Belastungen im Lastschriftverfahren kannst du innerhalb von 6 Wochen selbstverständlich beanstanden. Deshalb solltest du nicht nur deine Telefonrechnung prüfen, sondern auch den Rechnungsbetrag mit der abgebuchten Summe vergleichen!



Dauerauftrag

Regelmäßige Überweisungen wie zum Beispiel die Miete regelst du am besten über einen Dauerauftrag. Damit gibst du deiner Bank den Auftrag, regelmäßig zu einem bestimmten Termin eine Überweisung vorzunehmen. Einen Dauerauftrag kannst du selbstverständlich jederzeit wieder ändern oder ganz kündigen. Dafür verlangen die Banken allerdings genau wie für die Einrichtung eines Dauerauftrages in der Regel Gebühren.

Nicht vergessen!

Mit einem Dauerauftrag musst du zum Beispiel nicht ständig dran denken, deine Miete pünktlich zu überweisen. Du musst ihn allerdings auch rechtzeitig kündigen, wenn du den Vermieter wechselst!

Auch solltest du diese regelmäßigen Ausgaben nicht bei deiner Finanzplanung vergessen, nur weil das ganze bequem und im Stillen von der Bank abgewickelt wird.


Keine Lust auf Papierkram und den Gang zur Bank?

Dann gibt es mit dem Online-Banking eine Alternative für dich. Hier erhältst du einen elektronischen Zugang zu deinen Konten und Depots und kannst deine Bankgeschäfte auf elektronischen Weg abwickeln. In der Regel passiert das über den PC mit Internetzugang. Diese Möglichkeit bieten mittlerweile fast alle Banken an. Damit dein Geld vor Cyberpiraten geschützt ist, brauchst du eine Zugangsnummer (PIN) und eine Liste mit sogenannten Transaktionsnummern (TAN), die immer nur einmal gültig sind. Ein Schutz sind PIN und TAN oder Passwörter aber nur, wenn du sie auch wirklich geheim hältst! Weiter brauchst du ein Girokonto und musst deine Konten bei deiner Bank frei schalten lassen. Dafür musst du erst einmal einige Formulare ausfüllen. Nimm dazu auf jeden Fall deine Eltern mit. Wenn du unter 18 bist, müssen sie mitunterschreiben und auch danach solltest du nicht auf ihre Beratung verzichten! Aufpassen musst du auch vor „Tippfehlern" und falschen Klicken. Hast du eine Überweisung abgeschickt, ist sie weg. Das gilt auch dann, wenn du nicht 100, sondern nur 10 € überweisen wolltest!