Karten

 

Hast du schon einmal die ganzen Karten in deinem Geldbeutel gezählt? Wenn du weniger als 5 hast, gehörst du wahrscheinlich schon zu den Steinzeitmenschen der Kartenbesitzer.

Hier bei uns geht es um die Kundenkarte einer Bank, die EC-Karte und um die Geldkarte.  


Kundenkarte

Mit der Kundenkarte kannst du alle Selbstbedienungsgeräte wie Kontoauszugsdrucker, Geldautomat oder Überweisungsterminal nutzen. Das gilt aber nur für Filialen deiner Bank. Bei anderen Banken, im Handel oder Ausland gilt die Karte nicht!

Mit Zustimmung deiner Eltern kannst du die Kundenkarte zu deinem Girokonto bekommen, auch wenn du noch nicht 18 bist.

Mittlerweile gibt es auch Kundenkarten mit EC oder Geldkartenfunktion. Das erkennst du an den Symbolen auf der Kartenrückseite.


EC-Karte

Die Euroscheckkarte erkennst du am EC-Logo. Sie ist quasi dein elektronischer Geldbeutel. Zusammen mit deiner Geheimzahl kannst du mit der Karte nicht nur alle Funktionen der Kundenkarte nutzen, sondern auch am Schalter oder Automaten Geld abheben und in Geschäften bezahlen. Für die EC-Karte musst du mindestens 18 Jahre sein und über ein regelmäßiges Einkommen verfügen.

Geld an „fremden" Bankautomaten:

Mit deiner EC-Karte bekommst du auch an Automaten anderer Banken Bargeld. Allerdings werden dafür saftige Gebühren verlangt. Du solltest daher die Gebührenangaben an den Automaten genau studieren, bevor du Geld abhebst.

Wenn du in Geschäften mit der Karte bezahlst, gibt es zwei Varianten. Entweder gibst du in ein kleines Gerät deine Geheimzahl ein. Dann wird der Kaufpreis direkt vom Konto abgebucht. Oder deine Karte wird in einem Gerät eingelesen und du unterschreibst anschließend einen Beleg, worin du dich damit einverstanden erklärst, dass der Betrag per Lastschrift von deinem Konto abgebucht wird.


Geldkarten

Die „Geldkarte" ist ein Chip, der in der EC- oder Kundenkarte integriert ist und mit Geld (maximal 200 €) aufgeladen werden kann. Damit kannst du dann bargeldlos bezahlen. Zum Aufladen gibt es spezielle Automaten in deiner Bank, die das Geld von deinem Girokonto abheben oder deine Bareinzahlung auf die Geldkarte übertragen.

Im Gegensatz zur EC-Karte kannst du deine Geldkarte nie überziehen, Schulden sind hier also nicht möglich (es sei denn, du hast deine Geldkarte auf Pump, d.h. auf Dispokredit aufgeladen). Allerdings kannst du nicht überall mit der Geldkarte bezahlen und bei Verlust der Karte ist dein Guthaben weg (ein Ersatz ist nicht vorgesehen!).


Hüte deine Geheimzahl!

Damit niemand außer dir die Karte benutzen kann, bekommst du zu jeder Karte eine vierstellige Geheimzahl, die persönliche Identifikationsnummer, kurz PIN. Die Geheimzahl darfst du niemals zusammen mit deiner Karte aufbewahren, im Kalender notieren oder auf deinem Rechner speichern!
Falls du die Karte einmal verlierst oder sie gestohlen wird, kann ohne die PIN niemand damit Geld abheben oder bezahlen. Was aber geht, ist die Bezahlung mit Karte und Unterschrift auf dem Lastschriftbeleg, wie es in den meisten Läden noch üblich ist. Deshalb musst du die Karte bei Verlust sofort sperren lassen! Erst wenn die Karte gesperrt ist, kommt die Bank für eventuelle Schäden auf.
Die zentrale Notruf-Nummer zum Sperren der meisten EC-Karten, Kreditkarten und Handykarten lautet: ohne Vorwahl 116 116 im Inland und (0049) -116 116 oder (0049)- 30 4050 4050 im Ausland.

Wenn du selber einmal deine Geheimzahl durcheinander bringst und dreimal eine falsche PIN eintippst, wird die Karte eingezogen. Dann musst du mit deinem Personalausweis zur Bank gehen und die Karte wieder entsperren lassen. Gib deine Kontodaten nicht leichtfertig am Telefon oder im Internet weiter. Seriöse Internetanbieter arbeiten mit Verschlüsselungen, die erkennst du an dem „https:" vor der Internetadresse.