Fragen an dich

Auf diese Fragen solltest du Antworten parat haben:

  • Warum möchten Sie diesen Beruf ergreifen? Hier sollte deutlich werden, dass du dich gut über den Beruf informiert hast, es eine bewusste Entscheidung und keine Zufallsentscheidung oder Notlösung ist. Passt der Beruf zu deinen Hobbys und Interessen? Gibt es andere Personen oder praktische Erfahrungen, die dich in deiner Berufswahl beeinflusst und bestärkt haben?


  • Was wissen Sie schon über den Beruf? Das ist eine Standardfrage, auf die du dich gut vorbereiten kannst und sollst. Kennst du die Hauptaufgaben? Wie sieht der Arbeitsplatz aus? Mit welchen Materialien wird gearbeitet? Gibt es ungewöhnliche Arbeitszeiten? Informationen über den Ausbildungsplan findest du im Internet, in Broschüren der Arbeitsagentur, bei den Kammern oder Berufsverbänden.


  • Was glauben Sie, werden Sie gut in diesem Beruf können? Welche Stärken zeichnen Sie aus? Hier gilt es weder zu übertreiben noch solltest du zu zaghaft sei. Nenne Stärken, die im Zusammenhang mit dem Berufswunsch stehen und begründe sie. Etwa wo du die Stärken schon unter Beweis stellen konnte?


  • Wo, glauben Sie, werden in dem Beruf für Sie die besonderen Herausforderungen liegen? Für jeden gibt es Herausforderungen. Die Antwort sollte eine richtige Mischung aus Selbstkritik, Selbstbewusstsein und Wissen über Anforderungen im Beruf sein.


  • Welche Nachteile sehen Sie in dem Beruf? Auch der Traumberuf hat seine Schattenseiten, die der Bewerber aber natürlich gerne in Kauf nimmt! Beispiele dafür könnten sein: körperlich anstrengend, Schichtarbeit, Wochenendarbeit.


  • Welche Schwächen haben Sie? Jeder hat Schwächen. Es geht also nicht in erster Linie um eine absolut ehrliche Antwort, sondern darum, wie du mit so einer schwierigen Fragen umgehst. Hier darfst auf keinen Fall Schwächen nennen, die zu den Anforderungen des Ausbildungsberufs gehören. Vielmehr kannst du dich auf Schwächen beziehen, die „menschlich” sind oder für den betreffenden Job sogar zur Stärke werden können. Beispiele: Perfektionismus / Ungeduld / schlecht Nein-sagen-Können, wenn man um Hilfe gebeten wird / Spontanität.


  • Bringen Sie schon irgendwelche Erfahrungen in dem Berufsfeld mit? Hier ist der richtige Zeitpunkt, um eventuelle Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten oder ähnliches, die mit dem Beruf zu tun haben, anzubringen!


  • Was sagen Ihre Eltern und Freunde zu Ihrer Berufswahl? Die Unterstützung deiner Eltern und Freunde ist wichtig, um auch Durststrecken in der Ausbildung durchzustehen. Bei fehlender Unterstützung drängt sich die Frage auf, ob die Ausbildung zu dir passt. Es darf aber nicht der Eindruck entstehen, dass deine Berufswahl eine Entscheidung deiner Eltern war!


  • Welche Hobbys haben Sie? Bleib ehrlich. Peinlich ist es, wenn du dich als Leseratte ausgibst und dir dann kein Buchtitel einfällt. Negativpunkte gibt es, wenn man den Eindruck gewinnt, dass du vor lauter Hobbys keine Zeit für die Ausbildung haben könntest. Auch gefährliche Extremsportarten kommen nicht gut an.


  • Würden Sie sagen, dass Sie gut im Team arbeiten können? Es darf auf keinen Fall ein „Nein” kommen. In der Arbeitswelt ist es wichtig, dass du dich in Gruppen und Teams einfinden und integrieren kannst. Vielleicht kannst du deine Antwort mit Erfahrungen aus Gruppenarbeiten in der Schule, im Praktika, beim Sport oder ehrenamtlichem Engagement untermauern. Du kannst auch Vorzüge von Teamarbeit (Ja, ich arbeite sehr gerne im Team, weil …) oder die eigene Rolle im Team beschreiben.


  • Wie kommen Sie mit Ihren Lehrern und Mitschülern aus? Man muss nicht alle mögen oder von allen gemocht werden. Wichtig ist aber, dass du mit anderen gut auskommen kannst, kommunikativ, aber auch kritikfähig und höflich bist.


  • Wie schätzen Sie Ihre Belastbarkeit ein und können Sie gut unter Termindruck arbeiten? Das sind wichtige Eigenschaften für einen Betrieb. Hier kannst du gut auf deinen Umgang mit Klassenarbeitsstress verweisen.


  • Können Sie gut mit dem Computer umgehen? Fundierte Kenntnisse in Word, Excel oder Powerpoint sind heute fast überall Pflicht. Bei IT-Berufe wird mehr erwartet. Falls du hier Nachholbedarf hast, kommt es gut, wenn du beispielsweise die fehlenden Kenntnisse in einem Kurs in den nächsten Ferien vertiefen möchtest.


  • Welche Fächer liegen Ihnen in der Schule nicht so? Wie erklären Sie sich Ihre Schwächen in …? Wenn das Fach in der Ausbildung eine Rolle spielt, sollte deutlich werden, wie du bisher Versäumtes nachholen willst. Negativpunkte gibt es, wenn die Abneigung immer mit schlechten Lehrern begründet wird. Schlecht ist auch, wenn Fächer genannt werden, die für die Ausbildung sehr wichtig sind. Da zweifelt der Ausbilder an der Eignung und Berufswahl!


  • Warum bewerben Sie sich bei uns? Deine Gesprächspartner wollen den Eindruck bekommen, dass der Betrieb ganz bewusst ausgewählt wurde und kein Zufallstreffer aus dem Telefonbuch ist. Wie hast du den Betrieb gefunden? (Ausbildungsmesse, Empfehlung von Bekannten, über die Handwerkskammer, die Arbeitsagentur …) Was interessiert dich an dem Betrieb besonders? Die Antwort muss zum Betrieb passen!


  • Gibt es noch andere Berufe, die Sie in die engere Wahl gezogen haben? Du kannst ruhig noch andere Berufe nennen. Niemand ist nur für einen einzigen Beruf geeignet! Allerdings bedarf es schon einer guten Begründung, wenn die anderen Berufe aus völlig anderen Berufsfeldern kommen. Mach deutlich, warum du dich letztendlich für diesen Beruf entschieden hast?


  • Was machen Ihre Eltern beruflich? Hier reicht meist eine kurze Antwort. Gefragt ist in erster Linie nach dem Beruf und nicht nach dem Arbeitsplatz der Eltern oder danach, ob einer von beiden zurzeit arbeitslos ist. Sich um Haushalt und Kindererziehung zu kümmern, ist natürlich auch ein Beruf.


  • Wann können Sie die Ausbildung beginnen?


  • Fällt es Ihnen nicht schwer, für einen Ausbildungsplatz in eine fremde Stadt zu gehen? Man will wissen, ob du dir darüber Gedanken gemacht hast!


  • Was wollen Sie beruflich in fünf oder zehn Jahren erreicht haben? Hier musst du keine komplette Berufsplanung skizzieren und auch ein Chefposten ist nach so kurzer Zeit sicher vermessen. Deutlich werden sollte, dass du dir Gedanken über deine berufliche Zukunft machst und Ziele hast. Gefragt sind kleine Schritte, wie Erfahrungen im Beruf sammeln oder eventuell die Spezialisierung für einen Fachbereich.


  • Haben Sie sich noch bei anderen Betrieben beworben? Jeder kann sich denken, dass du nicht nur eine Bewerbung geschrieben hast. Mach aber deutlich, dass dich diese Stelle ganz besonders interessiert. So könntest du antworten: Ja, ich habe einige Bewerbungen abgeschickt. Ihr Betrieb hat mir aber besonders gut gefallen und auch das Vorstellungsgespräch fand ich sehr gut. Im Falle einer Zusage würde ich mich auf jeden Fall für Ihren Betrieb entscheiden.

Verbotene Fragen

Sind Sie häufig krank?
Planen Sie bald Kinder zu bekommen?
Sind Sie Mitglied einer politischen Partei?

Das sind alles verbotene Fragen, auf die du nicht die Wahrheit sagen musst. Bleib aber trotzdem freundlich!

Auch die Frage, ob du schwanger bist, darf nicht gestellt werden. Hier darfst du immer mit „Nein”antworten. Einzige Ausnahme, wenn du als Schwangere diesen Beruf nicht ausüben dürftest.

Die Frage nach der Mitgliedschaft in einer Partei, Gewerkschaft oder Kirche musst du nur beantworten, wenn du dich bei einer Partei, Kirche oder Gewerkschaft bewirbst.

Fragen nach Schulden sind nur erlaubt, wenn die Stelle ein besonderes Vertrauensverhältnis (z.B. in einer Bank oder die Assistenz vom Chef) erfordert.

Wenn du vorbestraft bist, musst du dies nur mitteilen, wenn es für den potentiellen Job von Bedeutung sein könnte. Ist man z.B. wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden, dann muss man das bei einem Job, bei dem man selbst Auto fahren muss, auf Nachfrage zugeben.