Illegale Drogen

Nicht der Konsum, wohl aber der Verkauf und Besitz aller hier aufgeführten illegalen Drogen ist strafbar. Abgesehen davon schädigst du deinen Körper, wirst abhängig und veränderst dich in deinem Wesen. Die Einnahme von Suchtmitteln führt häufig zu psychischen Erkrankungen, und die gemeinsame Benutzung von Spritzen erhöht enorm das Risiko einer Aids-Ansteckung.

Die nachfolgende Liste hört sich an wie aus einem Horrorkabinett, leider ist sie aber wahr. Und der Spruch: „Einmal ist keinmal“ stimmt bei Drogen auch nicht.


Met-/Amphetamine
Amphetamine (Speed, Glass), Metamphetamine (Crystal Meth) und Ecstasy (MDMA, XTC, Adam oder Cadillac) sind eine Gruppe synthetisch hergestellter Substanzen. Die Pillen kommen also aus dem Chemielabor. Sie haben – je nach chemischer Struktur – eine aufputschende und/oder halluzinogene Wirkung. Man fühlt sich offen, ungehemmt und entspannt. Vor allem in der Disco kommt es immer wieder zu Todesfällen durch Herz-Kreislaufversagen. Der Körper gewöhnt sich an den Stoff und verlangt immer mehr. Möglicherweise kommt es auch zu bleibenden Hirnschäden.

Cannabis und Haschisch
Der indische Hanf Cannabis liefert den Grundstoff für Haschisch (Dope, Shit) und Marihuana (Gras). Meist werden sie geraucht, seltener in Tees, Keksen oder Kuchen beigemixt. Die Wirkung tritt häufig in Form von gehobener Stimmung und Kontaktoffenheit auf, aber auch Angst, Panik und Orientierungslosigkeit. Bei häufigem Missbrauch großer Mengen kann es zu Krebs in den Atemwegen, Antriebsverlust, Depressionen und Verwirrtheitszuständen kommen. Längerfristig entwickelt sich eine psychische Abhängigkeit.

Designer-Drogen
Designer-Drogen werden in privaten Labors synthetisch hergestellt. Bei ihrer Gewinnung wird die chemische Zusammensetzung einer illegalen Droge verändert. Damit will man das Betäubungsmittelgesetz umgehen und hofft auf eine gleiche Wirkung wie die Ausgangssubstanz. Das Risiko ist groß. Der Mix kann giftig sein, und niemand kann genau sagen, wie die Droge tatsächlich wirkt.

Liquid Ecstasy
Liquid Ecstasy, auch GHB, hat chemisch nichts mit dem „normalen“ Ecstasy zu tun. Wie der Name schon sagt ist Liquid Ecstasy flüssig und meist in 5-10 ml Flaschen abgefüllt. Die Einnahme von Liquid Ecstasy führt zu einer Rauschwirkung vergleichbar mit zu hohem Alkoholgenuss. Gleichzeitig erfolgt jedoch eine Verstärkung der Sinneseindrücke. Liquid Ecstasy ist auch als K.O.-Tropfen bekannt.

Halluzinogene
Zu den Halluzinogenen zählt als bekannteste Substanz LSD, ein synthetisches Produkt, doch gibt es auch pflanzliche Wirkstoffe. Es kommt zu Sinnestäuschungen bis zu Halluzinationen. Das Gefühlsspektrum reicht von Euphorie bis zu Horrortrips und offener Panik. Subjektiv reicht die Wirkung der Droge bald nicht mehr aus, weshalb oft zu anderen Drogen übergegangen wird. Langfristig kommt es zum Realitätsverlust und einer möglichen Auslösung von Psychosen.

Heroin
Heroin ist ein durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des Schlafmohn gewonnenes Pulver mit betäubender und zugleich euphorisierender Wirkung. Es beeinflusst das Zentralnervensystem und wirkt schmerz- und angstmindernd. Auf den „Kick” folgt eine wohlige Dösigkeit. Der Körper gewöhnt sich an die Substanz und braucht deshalb eine immer größere Dosis. Langfristig führt Heroin zu Leberschäden und Magen- und Darmstörungen. Verlust von Interessen, Isolation, Kriminalität, Prostitution und Verwahrlosung gehören dazu. Eine starke körperliche und seelische Abhängigkeit tritt fast sofort ein. Durch die gemeinsame Benutzung von Spritzen ist die Ansteckungsgefahr mit Hepatits oder Aids groß. Eine Überdosierung und giftige Beimengungen können zum Tod führen.

Kokain
Kokain (je nach Verarbeitung auch als Koks, Schnee, Coke, Crack und Rocks bezeichnet) ist ein weißes kristallartiges Pulver, das mit Hilfe verschiedener chemischer Prozesse aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen wird. Kokain wird meist geschnupft, Crack wird geraucht. Nach der Euphorie folgt ein rascher Abfall in eine tiefdepressive Nachphase. Gefahren liegen in Herz-/Kreislaufüberbelastung und Kurzschlusshandlungen durch Halluzinationen. Eine Überdosierung kann tödlich sein. Längerfristig kommt es zu Abmagerung, Depressionen und Psychosen. Eine sehr starke psychische Abhängigkeit entwickelt sich rasch.

Schnüffelstoffe
Schnüffelstoffe sind lösungsmittelhaltige Klebstoffe, Nagellackentferner, Farben, Lacke, Benzin u.ä, die eingeatmet zu einem Rausch bis zur Bewusstlosigkeit führen und oft nur ein Zwischenschritt zu anderen illegalen Drogen sind. Schnüffeln kann genauso wie andere Drogen abhängig machen und die Schäden reichen von Verätzungen der Atemwege bis zu schweren Hirnschäden.


Ist Kiffen erlaubt?

Ja und nein. Drogenkonsum ist zwar nicht strafbar, wohl aber der Erwerb, Besitz und Handel mit Drogen. Dabei ist es erst einmal egal, ob es sich um Haschisch, Marihuana, Ecstasy, Speed, Kokain oder sogar Heroin handelt. Schon kleinste Grammzahlen bringen einen in größte Schwierigkeiten. Wer Cannabis raucht und anschließend mit dem Auto erwischt wird, ist den Führerschein in der Regel für mindestens sechs Monate los. In vielen Fällen verlangt die zuständige Führerscheinstelle anschließend ein medizinisch-psychologisches Gutachten. Bei harten Drogen (Heroin, Ecstasy, Amphetamine...) muss man erst gar nicht beim Fahren unter Drogeneinfluss erwischt werden. Hier reicht schon der Besitz aus, um den Führerschein entzogen zu bekommen.

Aktion "Ausweg" der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Ab dem Besitz von 7,5 Gramm THC (das sind z.B. 100 Gramm Haschisch mit 7,5 % Wirkstoffgehalt) wird die Sache ernst, dann liegt schon ein Verbrechenstatbestand vor, und die Sache geht ans Gericht. Bei anderen Drogen sind die Mengen, bei denen ein Verbrechen vorliegt, oft deutlich geringer. Wenn du Drogenprobleme hast, ist es nicht nur für dich, sondern auch für das Gericht wichtig, dass du so rasch wie möglich Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle bekommst. Die Adressen findest du im Telefonbuch, über das Gesundheitsamt oder über unsere Links zu Beratungsstellen. Drogenberatungsstellen haben eine Schweigepflicht der Polizei und auch den Eltern gegenüber. Vor Gericht wirkt es aber immer positiv, wenn deutlich wird, dass du dein Drogenproblem angehst.