Tipps zum Abnehmen

Auch wenn es schwer fällt: Lass dir Zeit! Strenge Diäten taugen nicht. Erstens ist die Gefahr groß, dass du nach dem rasanten Erfolg schnell wieder zunimmst und zweitens bist du schlecht mit Nährstoffen versorgt. Auf Dauer macht sich das wahrscheinlich bemerkbar: Du fühlst dich zum Beispiel schlapp, wirst schneller krank oder deine Haut sieht nicht mehr so gesund aus. Auch von Fastentagen raten wir dir ab. Der Gewichtsverlust besteht hauptsächlich aus Wasser, ist also schnell wieder drauf. Und für deinen Körper ist das Stress.

So schaffst du es:

  1. Ohne Wasser läuft nichts: Viel trinken erleichtert das Abnehmen, weil Stoffwechselprozesse angeregt und Hungergefühle etwas gedämpft werden. Außerdem ist es gut für die Haut. Gute Getränke sind Leitungs- und Mineralwasser, Fruchtsaftschorle, Kräuter- und Früchtetee. 
  2. Viel Obst und Gemüse: Obst und Gemüse enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, aber sehr wenig Kalorien. Deshalb sind sie super geeignet zum Knabbern zwischendurch. Stell dir geschnittenes Obst und/oder Gemüse am besten griffbereit hin – das motiviert zum Zugreifen.
  3. Vollkorn sättigt länger: Vollkornprodukte sind viel nährstoffreicher als Weißmehlprodukte. Und was fürs Abnehmen wichtig ist: Sie sättigen besser und länger. Wenn du keine große Lust auf Vollkorn hast, versuch es mal mit Vollkorn-Toast als Einstieg. Auch Hafer- und andere Getreideflocken sind Vollkorn – zum Frühstück ein Müsli, wäre das was? 
  4. Naschen ja, aber bewusst: Auf Schokolade, Eis, Kuchen, Plätzchen und Nuss-Nougat-Creme möchtest du bestimmt nicht verzichten. Brauchst du auch nicht. Aber achte mal darauf, wann du etwas Süßes isst: 
    Wenn du naschen willst, dann tu es bewusst. Denn wenn du Süßigkeiten mit allen Sinnen genießt, brauchst du nicht so viel davon. Iss deshalb keinen Süßkram, wenn du Hunger hast, lass Süßigkeiten nicht offen herumliegen und schaff dir keinen großen Vorrat an.
  5. Fett im Auge behalten: Fett liefert doppelt so viele Kalorien wie die anderen Nährstoffe. Dadurch werden fettreiche Lebensmittel schnell zu Kalorienbomben. 
    Du kannst Fett einsparen, wenn du dein Brot statt mit Salami, Teewurst, Leberwurst oder fettreichem Weichkäse mit Bratenaufschnitt, Schinken oder Kräuterquark belegst. Nimm statt Kartoffelchips oder Salznüssen lieber Salzstangen, Apfelchips oder Popkorn zum Knabbern. Vorsicht bei Sahne- und Käsesoßen. Nimm einfach etwas weniger davon. 
  6. Bewegung: Bewegung ist zum Abnehmen genauso wichtig wie die Ernährung. Sport wirkt gleich zweifach: Erstens verbrauchst du bei jeder Bewegung Energie (Kalorien). Zweitens baut der Körper beim Sport Muskeln auf. Und starke Muskeln verbrauchen zusätzliche Kalorien, auch wenn du dich nicht bewegst. 
    Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Täglich mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren nützt dir mehr als alle paar Wochen mal Sport zu machen. Versuch also, Bewegung in deinem Alltag unterzubringen. Jeder Schritt zählt!

Am Beginn einer Essstörung stehen bei vielen eine Diät und das Kalorienzählen mit dem Ziel, eine willkürliche Gewichtsgrenze einzuhalten. Besser als der ständig bange Blick auf die Waage sind eine gute und ausgewogene Ernährung, ein gutes Körpergefühl und Zeit für Entspannung, für Sport, für Genuss und für Freunde!

Quelle: www.essplorer.de von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg