Zutatenliste + Allergien

Zutatenliste und Allergien

Fast alle verpackten Lebensmittel müssen eine Zutatenliste aufweisen. Hier findest du alles, was drin ist. Die Reihenfolge richtet sich dabei nach den Mengenanteilen. Die am meisten enthaltenen Zutaten stehen an erster Stelle, Zusatzstoffe, Aromen oder Gewürze am Schluss. Wenn du dir die ersten drei Zutaten auf der Liste ansiehst, weißt du, woraus ein Lebensmittel im Wesentlichen besteht. Wirbt ein Produkt mit einer bestimmten Zutat, muss deren Gewichtsanteil in Prozent angegeben werden. Beispiele hierfür sind das Fruchtsaftgetränk oder die Vollmilchschokolade mit Magermilch-Joghurt-Creme.

Wer liest schon gerne Zucker oder Fett an erster Stelle? Gut, dass es mehrere ähnliche Zutaten gibt, denkt sich die Lebensmittelindustrie. So kann Zucker als Honig, Glucosesirup, Fructose, Traubenzucker oder Fruchtzucker auftauchen und die einzelnen Zuckerarten rutschen dann relativ weit nach hinten in der Zutatenliste. Bei der gefüllten Vollmichschokolade findest du Fett als gehärtete pflanzliche Öle, Kakaobutter, Buterreinfett und Sahnepulver ist natürlich auch nicht fettfrei. Also: Lass dich nicht von mehreren ähnlichen Zutaten über deren Gesamtanteil täuschen! Und noch etwas: Wenn Gummibärchen damit werben, dass sie 0 % Fett enthalten, ist das noch lange kein Gütemerkmal. Schließlich bestehen sie fast nur aus Zucker, Farb- und Aromastoffen. Lecker sind sie aber trotzdem.

Wie lange kannst du ein Lebensmittel aufheben? Das steht auf dem Mindesthaltbarkeitsdatum und bezieht sich immer auf das Lebensmittel im verpackten/ ungeöffneten Zustand. Manchmal liest du auch ergänzende Angaben wie "Muss nach Anbruch innerhalb von 2 Tagen aufgebraucht werden." oder "Kühl und trocken lagern.". Leicht verderbliche Lebensmittel wie etwa abgepacktes Hackfleisch haben ein Verbrauchsdatum. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, heißt das nicht unbedingt, dass du das Lebensmittel sofort wegschmeißen muss. Schließlich wird etwas in der Regel nicht von jetzt auf gleich schlecht oder ungenießbar. Achte aber auf Schimmel und prüfe Aussehen, Geruch und eventuell den Geschmack. Davon abgesehen, werden Lebensmittel vom langen Lagern in der Regel natürlich auch nicht besser.


Was tun bei Nahrungsmittelallergien?

Selbst auf den ersten Blick gesundes Essen kann krank machen, wenn man gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch ist. Deshalb müssen wichtige allergene Stoffe mittlerweile auf dem Lebensmitteletikett ausgewiesen werden. „Kann Spuren von Erdnüssen, Nüssen und Weizen enthalten.”, wie auf dem Ettikett der Vollmilchschokolade ist so ein Hinweis. Mehr dazu unter www.was-wir-essen.de oder unter www.daab.de (Deutscher Allergie- und Asthmabund).

Wenn du vermutest, gegen ein Nahrungsmittel oder einen anderen Stoff allergisch zu sein, solltest du unbedingt zum Arzt gehen und die Sache abklären. Nur so weißt du, ob es für dich wichtig ist, einen Stoff zu meiden, oder ob deine Beschwerden vielleicht von etwas ganz anderem kommen.