Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz

"Da fehlt Ihnen einfach die Erfahrung." oder "Hast du das schon wieder nicht geblickt." Solche und andere dummen Sprüche bekommen viele zu hören. Wichtig ist hier: Gekonnt, aber sachlich kontern, statt emotional darauf einzusteigen, patzig zu antworten oder sich zu rechtfertigen. Gut ist immer höfliches Nachfragen. Also etwa "Wie würden Sie das denn aus Ihrer Berufserfahrung heraus sehen?" oder "Nicht ganz. Kannst du mir noch mal erklären, warum …"

Wann werden dumme Sprüche, Hänseleien oder Schikanen zu Mobbing? 

Von Mobbing spricht man, wenn jemand auf Dauer und systematisch lächerlich gemacht oder wie Luft behandelt wird. Wenn Gerüchte verbreitet werden, es zu unfairen Aufgabenzuteilungen oder zu Handgreiflichkeiten kommt. Mobbing kann jeden treffen und am Anfang steht häufig ein ganz einfacher Konflikt. Die Ursachen liegen meist tiefer: Neid, Angst vor Veränderungen, Kritik oder Konkurrenz, persönliche Antipathien oder der "Bedarf" nach einem Sündenbock für den eigenen Frust. In der Schule sind es Mitschüler, am Arbeitsplatz Vorgesetzte oder Kollegen, aber auch unter Azubis wird gemobbt. Dazu kommt noch, dass andere viel zu oft einfach wegsehen. Ohne die vielen Mitläufer oder "Weggucker" könnte Mobbing gar nicht funktionieren!

Wichtig ist, sich nicht unterkriegen zu lassen, das Problem offen anzusprechen und sich Hilfe zu holen. Wie du das machen kannst, erfährst du bei Hol dir Hilfe!"


Hol dir Hilfe!

Gut ist ein Mobbingtagebuch, in dem du alle Vorfälle festhältst. Es dient der Beweissicherung und führt einem besser vor Augen, wie häufig die Angriffe geschehen und was genau passiert. Wirst du in der Schule gemobbt, solltest du dich unbedingt an deine Eltern, an deine Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer, an Vertrauenslehrer oder auch direkt an die Schulleitung wenden. Ansprechpartner im Betrieb sind deine Vorgesetzten, der Betriebs- und Personalrat.