Wie funktioniert die Einbürgerung?

Die deutsche Staatsangehörigkeit kann nicht nur durch Geburt, sondern auch noch später auf Antrag verliehen werden. Ab dem 16. Geburtstag können Ausländer diesen Antrag selbst stellen. Für jüngere Ausländer müssen ihre gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen.

Es gelten folgende Voraussetzungen:

  • Eine Niederlassungserlaubnis, eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Aufenthaltserlaubnis-EU, oder man ist freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger bzw. gleichgestellter Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens oder der Schweiz.
  • Gewöhnlicher rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland seit acht Jahren.
  • Der Lebensunterhalt kann ohne Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bestritten werden (gilt erst für Personen ab 23 Jahren).
  • Ausreichende Deutschkenntnisse. Diese werden entweder über den Schulbesuch oder das "Zertifikat Deutsch" oder ein gleichwertiges Sprachdiplom nachgewiesen.
  • Keine Straftaten (geringfügige Verurteilungen werden nicht beachtet).
  • Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Die alte Staatsangehörigkeit muss in der Regel bei der Einbürgerung aufgegeben werden. Allerdings gibt es hier Ausnahmen und viele EU-Staaten erlauben gegenseitig eine doppelte Staatsangehörigkeit.