Landtagswahlen

Foto: Landtag Baden-Württemberg

Landtagswahlen laufen in den 16 Bundesländern Deutschlands unterschiedlich ab. Hier geht es um die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Der Landtag im „Ländle“ setzt sich aus mindestens 120 Abgeordneten zusammen. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre. Gewählt wird in 70 Wahlkreisen. Du hast eine Stimme. Das ist also genauso einfach wie bei der Europawahl.

Wie dann aus den Stimmen Sitze werden, ist allerdings nicht mehr ganz so einfach: Hier zählt nicht nur das Verhältnis der Parteien untereinander, sondern auch die Verteilung der Direktmandate und die Verteilung auf die vier Regierungsbezirke Karlsruhe, Freiburg, Tübingen und Stuttgart.

Der Bewerber im Wahlkreis, der die meisten Stimmen erhält, ist auf alle Fälle gewählt und erhält ein Direktmandat. Damit stehen schon einmal 70 Abgeordnete fest. Die restlichen Sitze, so genannte "Zweitmandate", werden getrennt nach Parteien und Regierungsbezirken an unterlegene Wahlkreiskandidaten vergeben. Es gibt also keine Parteilisten wie etwa bei den Bundestagswahlen.

Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge der Stimmenzahlen in den Wahlkreisen eines Regierungsbezirkes. Wer also in einem größeren Wahlkreis kandidiert, hat bessere Chancen auf ein solches Zweitmandat als ein Bewerber aus einem kleineren Wahlkreis. Wie auch im Bundestag sitzen im Landtag in Stuttgart meist mehr als 120 Abgeordnete wegen Überhangmandaten.