Kalt oder Warm?

Miete ist nicht gleich Miete. Denn da gibt es noch die Nebenkosten und als einmalige Leistung die Mietkaution. 

 

Die Warmmiete

Also Kaltmiete + Nebenkosten (abgekürzt WM oder KM + NK):Die Nebenkosten haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer  „zweiten Miete” entwickelt. Meistens machen die Nebenkosten 25-30% der Warmmiete aus!Der Vermieter kann nur diejenigen Nebenkosten abrechnen, die im Mietvertrag vereinbart sind. Die Nebenkosten werden monatlich zusammen mit der Kaltmiete fällig. Der Vermieter muss nachher jedoch eine genaue Verbrauchsabrechnung vorlegen und eventuell zu viel bezahlte Nebenkosten zurückzahlen. Sparen bei den Heizkosten, Strom und Wasser lohnt sich also!

Was aber sind Nebenkosten?

Das sind vor allem Kosten für Heizung, Strom und Wasser, Müllabfuhr, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausreinigung, Beleuchtung, Gartenpflege, Schornsteinreinigung, Hauswart und Gemeinschaftsantenne. Nicht bezahlt werden müssen Verwaltungs- und Reparaturkosten, Mietausfall- und Umweltschäden, Pförtner- und Überwachungskosten und Versicherungen mit Ausnahme der Gebäudeversicherung.


Die Kaltmiete

(abgekürzt KM): Das ist die sogenannte Grundmiete ohne die Kosten für Heizung, Wasser, Müllabfuhr und andere Nebenkosten.Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Kaltmiete nicht mehr als 20% über der ortsüblichen Vergleichsmiete, dem Mietspiegel, liegen darf. Den erfährst du beim Amt für Bau- und Wohnungswesen oder über www.immopilot.de > Mieter. Was über diesen 20% liegt, müssen Mieter nicht bezahlen und zu viel bezahlte Miete kann sogar noch nachträglich zurückverlangt werden. So wie andere Preise steigen, gibt es auch Mieterhöhungen, die du einkalkullieren solltest.

Was ist mit Mieterhöhungen?

Der Vermieter kann die Miete erhöhen, um sie an die ortsübliche Vergleichsmiete anzupassen. Also wenn deine Wohnung nachgewiesenermaßen sehr billig war oder die Mietpreise allgemein gestiegen sind. Der Mieter hat zwei Kalendermonate Zeit, dieser Mieterhöhung schriftlich zuzustimmen. Erst dann wird sie gültig. Auch darf die Miete innerhalb von 3 Jahren nicht mehr als 20% steigen. Wenn einem die Forderung überzogen vorkommt, sollte man also nicht gleich zustimmen, sondern sich beim Amt für Bau- und Wohnungswesen nach dem Mietspiegel erkundigen. Auch Renovierungen, eine neue Heizung oder bauliche Verbesserungen sind ein Grund für Mieterhöhungen. Eine solche Modernisierungsmaßnahme muss der Vermieter aber 3 Monate vorher ankündigen und dabei im Einzelnen die beabsichtigten Maßnahmen erläutern. Von den für die Wohnung aufgewendeten Kosten darf der Vermieter jährlich 11% auf die Miete aufschlagen. In einigen Mietverträgen wird eine Staffelmieterhöhung festgelegt. Daran wird dann eine automatische Mieterhöhung um einen bestimmten Prozentsatz festgeschrieben. Du weißt also vorher, wann eine Mietsteigerung auf dich zukommt.


Die Mietkaution als Pfand

Meistens verlangt der Vermieter eine Kaution. Das dürfen maximal drei Monatsmieten der Kaltmiete sein. Das Geld muss der Vermieter auf ein spezielles Konto anlegen. Beim Auszug erhältst du die Kaution dann plus Zinsen und Zinseszinsen wieder. Die Kaution ist so etwas wie ein Pfand. Wenn der Vermieter beim Auszug Schäden feststellt oder du z.B. entgegen der Vereinbarung im Mietvertrag nicht die Wände gestrichen hast, kann er einen Teil der Kaution einbehalten. Gleiches gilt bei einem Auszug ohne fristgerechte Kündigung oder Mietrückständen.