So kannst du wohnen

So kannst du wohnen

Moritz, Paul, Anne und Maria sind alle letztes Jahr von zu Hause ausgezogen. Anne und Maria wohnen zusammen in einer 3er-WG, Moritz hat eine kleine 1-Zimmer-Wohnung gefunden und Paul einen Wohnheimplatz.
Tritt ein und lass dir erzählen, wie es den Vieren dort so geht!


Paul hat ein Wohnheimzimmer

Ich habe in einer großen Einrichtung eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger begonnen. Die Gegend ist teuer und das erste Gehalt noch nicht so üppig. Deshalb war ich froh, als mir meine Ausbildungsleiterin ein Zimmer im Wohnheim angeboten hat. Das Zimmer ist mit seinen 18 qm nicht besonders groß, doch es ist mein eigenes Reich mit Bett, Schreibtisch, kleinem Tisch, eigenem Bad und viel Platz für Bücher, CDs und meine Musikanlage. Das Zimmer ist möbliert, so dass ich nicht gleich Geld für Möbel ausgeben musste. Zum Kochen gibt es eine Gemeinschaftsküche. Dadurch habe ich schnell Anschluss gefunden und ich schau manchmal einfach so vorbei, wenn ich nicht allein in meinem Zimmer sein will. Allerdings gibt es auch ab und zu Zoff über „geplünderte” Kühlschränke, überquellende Mülleimer, liegengebliebenes Geschirr oder Krach im Nachbarzimmer. Gut ist die Nähe zu meinem Ausbildungsplatz. So spare ich viel Zeit und das Geld für Fahrtkosten.

Anne und Maria wohnen in einer WG

Wir beide wollten von Anfang an in eine WG. Das ist praktisch und es ist immer etwas los. Maria ist ziemlich knapp bei Kasse. Deswegen hat sie das kleinste Zimmer von allen. Wir wohnen hier zu dritt. Jeder hat sein eigenes Zimmer und dann gibt es noch ein Badezimmer, eine recht große Küche und einen kleinen Balkon. Das Telefon nutzen wir zusammen und auch Putzmittel und Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch, Kaffee oder Butter werden gemeinsam eingekauft. Das hilft ganz schön beim Sparen und es ist eigentlich immer was im Haus. Ohne Stress geht das natürlich nicht immer. Maria will nur Vollkornbrot und Tom reichen die Cornflakes, an das Putzzeug muss ich immer denken und Maria blockiert oft stundenlang das Telefon. Na ja, das gehört halt dazu und gelernt haben wir auch. Mittlerweile gibt es einen Putzplan, Tom hat sich bereit erklärt, immer die Sprudelkästen ranzuschleppen und ich kaufe dafür dann Klopapier und Co. Das klappt eigentlich ganz gut. Mein Lieblingsraum ist die Küche. Hier bist du eigentlich nie allein.

Moritz hat seine eigene kleine Wohnung

Für mich kam erst mal nichts anderes als die eigene Wohnung in Frage. Schließlich wollte ich endlich mein eigener Herr sein. Das hat dann auch geklappt. Allerdings erst nach vielem Suchen und so manchen Abstrichen, da Wohnungen doch ganz schön teuer sind. Jetzt habe ich eine 1-Zimmer-Wohnung mit Kochecke. Das ist schon okay, da ich sowieso kein leidenschaftlicher Koch bin. Nach dem Trubel des Tages genieße ich abends erst einmal die Ruhe hier. So kann ich gut abschalten. Und dann gibt es ja noch meine Freundin. Mit der wollte ich nicht immer zusammen mit anderen in der WG-Küche essen müssen.


Der Tipp für knappe Kassen: Wohnberechtigungsschein und Wohngeld

Mit dem Wohnberechtigungsschein kannst du in staatlich geförderte Wohnungen – sogenannte Sozialwohnungen – ziehen (falls eine solche frei ist). Beim Wohngeld gibt es Geld extra. Ob du Anspruch auf Wohngeld oder einen Wohnberechtigungsschein hast, hängt von deinem Einkommen und der Personenzahl ab. Das Wohngeld richtet sich dazu noch nach der tatsächlichen Miete, die du zahlst. Wenn du Anspruch auf BAFÖG hast, kannst du kein Wohngeld beantragen, wohl aber einen Wohnberechtigungsschein. Für beides ist das Amt für Wohnungsbauwesen zuständig. Wohngeld musst du übrigens jedes Jahr neu beantragen! Und die passende Wohnung musst du dir in beiden Fällen selber suchen.