Florian, 19 Jahre und Annika, 18 Jahre, zweites Lehrjahr als Bankkauffrau/-mann

 

Traumberuf oder Notlösung?

Florian: Bei mir war schon vor der Ausbildung Interesse da. Nachdem mir ein Praktikum bei der Volksbank richtig Spaß gemacht hat, habe ich mich dann bei der Sparkasse beworben.Annika: Für mich war es anfangs eigentlich eine Notlösung; inzwischen ist es aber mein Traumberuf geworden!

 

Wie sieht euer Tag als Bankkauffrau/-mann aus?

Florian: Wir sind immer abwechselnd vier Wochen in der Berufsschule, wo wir bis etwa ein Uhr Unterricht haben und vier Wochen in der Sparkasse. Da fangen wir meist so um 8.00 Uhr an.Annika: Je nach Ausbildungsplan wechseln wir dann zwischen der Kundenbetreuung, der Nachbearbeitung und den anderen Abteilungen.

 

Die größte Überraschung?

Florian: Dass es doch soviel Abwechslung gibt und auch soviel im Hintergrund passiert, wie zum Beispiel der ganze Zahlungsverkehr oder das Personalwesen.Annika: Ich war auch von der Größe des Betriebs überrascht und wie viele verschiedene Bereiche es gibt.

 

Eure Lieblingsaufgabe?

Florian: Am besten gefällt mir der direkte Kundenkontakt, also der Service und die Beratung.Annika: Das mag ich auch am meisten.

 

Welche Kröten müsst ihr schlucken?

Florian: Ich musste mich schon erstmal daran gewöhnen, immer im Anzug zur Arbeit zu kommen, weil ich mich ja privat nicht so anziehe.Annika: Bei mir gab es eigentlich nichts besonders Unangenehmes.

 

Ohne was geht es nicht?

Florian: Man sollte auf jeden Fall den Umgang mit Menschen mögen und auf die Kunden eingehen können.Annika: Eine ganz gute Allgemeinbildung und Interesse fürs Finanzwesen sind natürlich auch von Vorteil.

 

Wie viele Bewerbungen habt ihr geschrieben?

Florian: Insgesamt zehn, für die Sparkasse zwei.Annika: Bei mir waren es zwölf. Viele Banken wollten auch nur Bürokaufleute einstellen oder haben Leute mit Fachhochschulreife und Abitur bevorzugt. Dass die Sparkasse viele Azubis mit mittlerer Reife ausbildet, ist also nicht selbstverständlich.

 

Euer Bewerbungstipp?

Florian: Die Standards bei der schriftlichen Form muss man unbedingt einhalten. Im Vorstellungsgespräch sollte man offen sein und sich nicht verstellen; das fällt schnell auf.Annika: Es hilft auf jeden Fall auch, wenn man gut informiert ist und schon ein Praktikum bei einer Bank gemacht hat.

 

Bald steinreich? Wie hoch ist der Monatsverdienst?

Florian: Im Vergleich zu anderen Azubilöhnen schon hoch; auch später verdient man gut.Annika: Da kann ich mich nur anschließen.

 

Und nach der Ausbildung?

Florian: Wenn ich von der Sparkasse übernommen werde, möchte ich erst ein oder zwei Jahre Berufserfahrung sammeln, um mehr Routine zu bekommen. Vielleicht werde ich mich dann noch weiterbilden; da hab ich aber jetzt noch keine genauen Pläne.
Annika: Ich bin erstmal froh über meinen Ausbildungsplatz, auch falls ich nicht von der Sparkasse übernommen werde – wenn doch, wäre es natürlich schon gut, um mehr Erfahrung zu sammeln. Kann sein, dass ich mich später noch weiterbilde, aber da werde ich nach der Ausbildung mal weitersehen.

Steckbrief Bankkaufmann/-frau

Duale Ausbildung: 3 Jahre  

Tätigkeiten: Bearbeitung von Aufträgen, Beratung von Kunden, Eröffnung von Konten, Erstellung von Finanzkonzepten  

Arbeitsorte: Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen, Bausparkassen, Berufsschule  

Perspektiven: Bankfachwirt/-in oder Bankbetriebswirt/-in  

Das solltest du mitbringen: Freude anderen Menschen zu helfen/ an Umgang mit Menschen, Begeisterung von Zahlen und Organisation  

Alternativen: Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen, Duales Studium BWL, Duales Studium Versicherung

Mehr im Netz: www.berufenet.arbeitsagentur.de