Bruno, 18 Jahre, 1. Lehrjahr als Kfz-Mechatroniker

 

Traumberuf oder Notlösung?

Traumberuf kann man so sagen. Es ist ein technischer Beruf mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten, auf dem man gut aufbauen kann.

 

Wie sieht dein Tag als Kfz-Mechatroniker aus?

Ich bin immer verschiedenen Teams zugeteilt, Pkw oder Lkw zum Beispiel. Dort helfe ich entweder einem Gesellen oder ich mache selbstständige Arbeiten. Im ersten Lehrjahr sind das allerdings eher kleinere Sachen: Reifenluftdruck oder Ölservice. Spannend ist die Zusammenlegung von Mechaniker und Elektriker, die in unserem Bereich auch Sinn macht, weil viele Teile – zum Beispiel Bremsen – mechanisch und elektronisch funktionieren. 

 

Die größte Überraschung?

Die gute Stimmung! Unser Betrieb hat immerhin 330 Mitarbeiter, und man sagt jedem Hallo, auch wenn man sich auf der Straße trifft.

 

Deine Lieblingsaufgabe?

Selbstständiges Arbeiten mag ich am liebsten; Sachen, die ein bisschen schwierig sind, bei denen man nachdenken muss. Also weniger Reifen montieren, eher schon Radios einbauen und Fehler suchen.

 

Welche Kröten musst du schlucken?

Manchmal gibt es Mitarbeiter, mit denen man sich nicht so gut versteht. Aber denen kann man gerade in einem großen Betrieb gut aus dem Weg gehen.

 

Ohne was geht es nicht?

Man sollte sich mit Kraftfahrzeugen ein bisschen auskennen. Sehr viel Grundwissen muss man zwar nicht mitbringen, aber man sollte sich schon für Autos interessieren.

 

Wie viele Bewerbungen hast du geschrieben?

Es waren genau drei.

 

Dein Bewerbungstipp?

Man soll sich selbst sein und sich nicht verändern, nur wegen der Bewerbung. Dann kommt man auch ehrlich rüber.

 

Bald steinreich? Wie hoch ist der Monatsverdienst?

Für einen technischen Beruf werde ich sehr gut bezahlt, wenn ich das mit Freunden vergleiche.

 

Und nach der Ausbildung?

Ich würde erstmal gerne von meinem Betrieb übernommen werden, dann den Meister machen und danach ... mal schauen. Das ist noch offen.

Steckbrief Kfz-Mechatroniker/-in

Duale (teilweise auch schulische) Ausbildung: 3,5 Jahre  

Bereiche: Karosserietechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik, System- und Hochvolttechnik, Personenkraftwagentechnik  

Tätigkeiten: Ölwechsel und Wartungen durchführen, Einzelteile austauschen, Reparaturen  

Arbeitsorte: Reparaturwerkstätten, Herstellern und Ausrüstern von Kraftwagen, Fuhrparkunternehmen, Speditionsunternehmen, Berufsschule  

Perspektiven: Kfz-Technikmeister/-in, Weiterbildungen, Fachwirt/-in, Betriebswirt/-in, Studium, Selbstständigkeit  

Das solltest du mitbringen: Interesse an Autos und Technik, Geduld, Fingerspitzengefühl, körperliche Belastbarkeit  

Alternativen:  Automobilkaufmann/-frau, Mechatroniker/-in, Fluggerätemechaniker/-in

Mehr im Netz: www.berufenet.arbeitsagentur.de