Mittel gegen Pickel

Wenn du gegen Pickel und Mitesser kämpfst, bist du nicht alleine. Die meisten Jugendlichen leiden mehr oder weniger darunter. 

Schuld an unreiner Haut ist in erster Linie die Hormonumstellung in der Pubertät. Die Talgdrüsen der Haut verstopfen, und es bilden sich so genannte Mitesser. Sie können sich durch Bakterien – die immer auf der Haut vorhanden sind – zu eitrigen Pickeln entzünden. 

Hast du jede Menge von diesen Eiterpickeln, spricht man von Akne. Hier kommst du nicht mehr mit Hausmittelchen aus, sondern brauchst ärztliche Beratung. Wenn sich unter der Haut dicke, entzündete Knoten bilden, können ohne Behandlung hässliche Narben übrig bleiben. 

Eine gute Ernährung ist eine gute Vorbeugung gegen Pickel – leider aber kein vollständiger Schutz.  

Die richtige Pflege ist wichtig, wenn du dich mit Pickeln herumschlägst:

  1. Das Wichtigste: Nicht Quetschen! Auch wenn es schwer fällt: lass die Finger von den Pickeln. Ausdrücken kann zu Entzündungen und sogar zu bleibenden Narben führen. Pickel und Mitesser sollten, wenn überhaupt, nur durch die Kosmetikerin entfernt werden.
  2. Reinigung: Akne hat nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun. Ganz im Gegenteil: Personen mit Akne neigen dazu, ständig zu waschen und zu schrubben und schaden der Haut damit mehr als dass sie ihr nutzen. Es reicht völlig aus, das Gesicht ein- bis zweimal pro Tag mit einem seifenfreien Waschstück oder einer seifenfreien Lotion, so genannten Syndets, zu reinigen. Wenn du zwischendurch wieder „glänzt“, kannst du das überschüssige Fett mit einem Kosmetiktuch aufsaugen. Viele Firmen bieten spezielle Gesichtswässer an, die reichlich Alkohol enthalten. Mit solchen Produkten solltest du vorsichtig umgehen, da sie die Haut austrocknen und reizen können. Dadurch neigt sie dazu, vermehrt Fett zu bilden. Eine mildere Reinigung ist besser.
  3. Hautcreme: Wenn du fettige Haut hast, brauchst du gar keine Creme. Du kannst aber auch eine Feuchtigkeitscreme verwenden. Nicht geeignet sind fett- und ölhaltige Cremes. Sie verstopfen die Poren. Lass dich am besten beraten.
  4. Aknemittel: Aknemittel enthalten oft antibakterielle Wirkstoffe und bekämpfen dadurch die Entzündung in den Pickeln. Häufig wird Benzylperoxid verwendet, oft in Kombination mit einem Schälmittel. Zu Beginn der Behandlung kann es zu einer Hautreizung kommen. Sie geht im Laufe der Behandlung zurück. Mechanische Schälmittel „Rubbelcremes“, die z.B. Aluminiumoxid enthalten, entfernen oberflächliche Hautschuppen, Schmutz und Talgreste. Sie können unterstützend zur Behandlung mit anderen Wirkstoffen sein, sollten jedoch nicht bei entzündeten Pusteln verwendet werden. Und nun noch zum Teebaumöl: Es wirkt antibakteriell und könnte bei entzündeten Pickeln tatsächlich helfen. Teebaumöl löst aber so häufig Überempfindlichkeitsreaktionen aus, dass es in kosmetischen Mitteln nur noch in einer Menge von einem Prozent zugesetzt werden soll. Daher raten wir davon ab, es unverdünnt auf Pickel aufzutragen.
  5. Geduld: Ohne die geht es leider nicht. Probier nicht gleich das ganze Drogeriesortiment auf einmal aus, das überfordert deine Haut nur! Im Zweifelsfall: Geh zum Arzt!

Wie lange ist eigentlich Kosmetik haltbar?

Ist der Lippenstift oder die Creme vom letzten Geburtstag noch brauchbar? Wenn Kosmetika ihre Farbe, Konsistenz oder ihren Geruch verändern, gehören sie in den Mülleimer. Mittlerweile müssen all diese Produkte das Symbol eines geöffneten Cremedöschens haben. Neben dem Symbol steht dann, wie lange das Produkt nach dem Öffnen verwendet werden kann. 6M bedeutet zum Beispiel sechs Monate. 

Weitere Tipps und Infos rund um Kosmetik unter www.essplorer.de und www.checked4you.de > Sport + Körper.

Quelle: www.essplorer.de von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg